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Norwegen 2014

 

Sicherlich sind schon viele Berichte über Meeresangeln bzw. Angelreisen nach Norwegen geschrieben worden. Man liest von großen Fischen, überwältigender Landschaft und widrigen Wetterbedingungen.

Vieles wiederholt sich, aber beim Angeln muss man sich immer den Verhältnissen anpassen und das macht unser Hobby interessant und spannend.

 

Wie immer wurde frühzeitig diskutiert und geplant. Doch dieses Mal ging es nicht nur um die bekannten Themen, wie Köder, Schnüre, ….., nein die lange Fahrt von Ostfriesland nach Halsa hat uns beschäftigt.

Die Frage war: Ist Fliegen eine gute Alternative?

Schnell stellte sich heraus dass 4 von uns gerne mit einem Kleinbus fahren wollten, da für Sie die Fahrt durch die Norwegische Landschaft bereits ein Genuss ist und Sie nicht darauf verzichten wollten.

Die anderen 4 entschieden sich für die Option, einen Urlaubstag zu sparen und ausgeruhter an- und abzureisen, zumal die Ruten, Köderboxen, Floater, Stiefel und die Lebensmittel mit dem Kleinbus befördert werden konnten.

 

Arno und Ralf waren sofort bereit die Flugreise zu planen.

Und so starteten wir am 06.06.14 bzw. 07.06.14 zu unserer 3ten gemeinsamen Norwegentour zum Camp Polarsirkelen auf Halsa und kamen fast Zeitgleich an.

 

 

   

Mit von der Partie waren vom Team Angeln Ostfriesland: Arno, Arnold, Gerrit, Jens, Ralf, Rudi, und zwei befreundete Angelkollegen Markus und Paul.

 

Die Anreise verlief bei allen fast planmäßig, nur Jens hatte Pech. Sein Koffer ging beim Verladen in Kopenhagen verloren. Der Koffer kam dann nach vielen Telefonaten mit SAS am Dienstag mit einem Linienbus in Halsa an.

Vom Zielflughafen Bodo fuhren wir mit dem Mietwagen, nach einem kurzen Zwischenstopp am atemberaubenden Saltstraumen weiter zum Fiskecamp. Der Saltstraumen ist ein Sund, der den Skjerstadfjord mit dem Meer verbindet. Er ist nur 150m breit und es fließen ca. 400Millionen Kubikmeter Wasser während der Gezeiten um den Fjord hinein und wieder hinaus. Dabei wird eine Fließgeschwindigkeit von 40Km/h erreicht und es entstehen Strudel von 10m Durchmesser und bis zu 4m Tiefe.

 

Im Camp angekommen, wurden wir wie immer von Solveig begrüßt, unsere vier mit dem Kleinbus reisenden Kollegen waren auch schon da.

Sie hatten bereits alles ausgepackt und eine der beiden Wohnungen im Obergeschoss bezogen.

In Windeseile wurden die Geräte montiert, erste Informationen über Fanggebiete erfragt und die Boote zur ersten Angelfahrt des Urlaubs besetzt.

Leider war noch kein Futterfisch im Fjord und somit auch keine der großen Räuber.

Sofort war allen klar, dass wir die Fische Offshore suchen mussten!

Anhand von Seekarten und Fishfinder mit Plotter steuerten wir Unterwasserplateaus mit Tiefe von 20 bis 40m an. Die Wassertiefe um die Plateaus sollte aber wesentlich tiefer sein.

Dorsche bis 116cm und 16kg, Seelachse bis 118cm und 15 kg, Pollacks bis 95cm Länge konnten gefangen werden. Hier und da ging auch mal ein Schellfisch oder Leng an den Haken.

  

   
   
   

Die Wetterverhältnisse waren bis einschließlich Dienstag (unseren 4. Angel Tag) gut.

Teilweise war es nebelig, teilweise bewölkt, oder sonnig mit leichtem bis mäßigem Wind und trocken.

Ab Mittwoch wurde der Wind stärker (11m/s), es regnete zeitweise. Das Fischen auf dem offenen Meer war ab dem Zeitpunkt nicht mehr möglich.

Am Donnerstag war der Wind etwas abgeflaut. Wir suchten einen der Küste vorgelagerten, von Inseln windgeschützten Bereich auf. Dieser war groß, bis 40m tief und mit sandigem Boden.

Hier konnten wir noch 3 Heilbutte bis 8kg landen. In der Nähe fingen wir schöne Pollacks und Dorsche.

  

   
   
   

Nachmittags frischte de Wind wieder stark auf, so dass wir bis zum Ende des Urlaubs keine Möglichkeit mehr hatten, Offshore zu angeln.

 

Am letzten Urlaubstag brachte uns eine Wette mit Solveig Abwechslung.

Die Wettbedingung von Solveig war so: Wenn ihr es schafft Gletschereis vom Swartissen zu holen, dann kaufe ich den Whisky.

Gesagt, getan.

Mit der Fähre ging es über den Hollandsfjord, dann mit dem Fahrrad zum Gletscher und dann zu Fuß zum Eis. Es gibt zwei Fußwege zum Gletschereis, wir haben natürlich der schwierigeren gewählt. Den Whisky am Abend hatten wir uns daher auch verdient.

Der letzte Urlaubstag ging so noch mit besonders vielen schönen Eindrücken der Norwegischen Landschaft zu Ende.

 

 

 

 

 

Mein Fazit: Wir wurden wieder super durch Solveig und Thor-Arne betreut! Wir haben tolle Fische in schöner Umgebung gefangen, und eine Woche von Fisch gelebt… Was will das Anglerherz mehr????

 

Bergmann Glückauf

 

Rudi