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Rückblick 2008

Wenn das Jahr vorüber geht, die Angeltage etwas seltener werden, kommt die Zeit, in der unsere Angelgruppe regelmäßig zusammenkommt, um über Pläne der neuen Saison zu sprechen. Selbstverständlich lässt man auch das vergangene Jahr 2008 Revue passieren und man erfreut sich über schöne Angeltage, kleine Pleiten und seltene Vorkommnisse. Wenn ich mich an die geführten Angeltouren des Jahres 2008 zurückerinnere, fällt mir vor allen eine Tour ein…

Rebecca Reinsch rief mich schon Anfang des Jahres an, um eine gemeinsame Angeltour zu planen und Ihren Mann Sascha in Form eines Geburtstagsgeschenkes zu überraschen. Schnell waren wir uns einig und es wurden zwei Angeltouren geplant.

Einige Wochen und Emails später, trafen wir uns am Freitagabend an einem Gewässer. Von Anfang an waren mir beide Angler äußerst sympathisch.

Wir errichteten unser Camp und fingen sofort mit dem Angeln an. Hatte ich in den Wochen zuvor regelmäßig mehrere Zander an diesem Platz gefangen, so schien sich an diesem Abend leider nicht viel zu tun…Rebecca und Sascha blieben angenehm entspannt und genossen die Ruhe, was ja leider mittlerweile häufig aus dem Blickfeld gerät.

Trotzdem gibt man natürlich zu, dass der Erfolgsdruck etwas zu steigen beginnt, wenn die Fische einfach nicht beißen wollen. Was soll ich sagen, unser Erfolg hielt sich in Grenzen, lediglich ein Aal konnte während der Nacht gefangen werden. Am nächsten Morgen starteten wir drei bei einem gemeinsamen Frühstück, aßen Rührei und tranken frischen Kaffee.

Gut gestärkt rückten wir noch ein weiteres Mal den Hechten und Zandern auf die Schuppen. Saschas Ausdauer wurde nun endlich mit seinem ersten schönen Hecht belohnt!! Super Petri Heil!

Da es allerdings schon am frühen Morgen heißer und heißer wurde, beschlossen wir, schon gegen zehn Uhr aufzubrechen, wir hatten einen schönen Aal und einen Hecht gefangen und durften uns bei diesem Kaiser-Wetter keineswegs beschweren. Mit vollem Gepäck ging es also zurück zur Anlegestelle. Wir hatten ja schließlich noch eine zweite Tour geplant, die am nächsten Tag früh morgens starten sollte.

Wir fuhren daher alle nach Hause um uns zu erholen.

Am nächsten Tag ging es schon früh los. Wir fuhren mit unserem Boot im Schlepptau zu dem 2. Zielgewässer für dieses Wochenende. Im Auto hoffte ich bereits, dass die Ausdauer dieser beiden Angler doch hoffentlich belohnt werden würde…

Das Boot war schnell ins Wasser gelassen und der Angeltag konnte beginnen. Nachdem wir zuerst ein Flachwassergebiet befischten, entschied ich mich, aufgrund der schon aufgegangenen Sonne, eine tiefere Rinne schleppend zu beangeln.

Schon nach kurzer Zeit „ballerte“ mit voller Wucht ein Hecht auf den ersten Köder. Schnell war klar, dass hier ein richtig guter Fisch am anderen Ende der Schnur schlug. Nach kurzem, kräftigen Drill war der wunderschöne Hecht im Boot. Wahnsinn, dies hier ist tatsächlich Rebeccas erster Hecht!?!?

Wir saßen eine Weile im Boot, ich schenkte mir eine Tasse Tee ein, Rebecca und Sascha erholten sich von diesem tollen Auftakt. Aber was war mit Sascha, es war doch „Sein“ Geburtstaggeschenk…

Wir fuhren weiter und nach einiger Zeit wurde endlich seine Rute voller Wucht nach hinten gerissen. Jetzt war Sascha an der Reihe: Nach souveränem Drill landeten wir einen weiteren schönen Hecht.

Es folgten nun noch mehrere Bisse, doch da das Wetter sich von seiner absolut schönsten Seite zeigte, wurde das Gewässer nun von immer mehr Wassergästen aufgesucht. Wir entschlossen uns also, einen einmündenden Kanal zu befischen. Der Tag war ohnehin schwierig zu überbieten, denn wir hatten ja bereits bei bestem Wetter zahlreiche Bisse bekommen. Trotzdem waren wir frohen Mutes und befischten den besagten Kanal. Die Sonne stand nun hoch, die Hitze hatte ihren Höhepunkt erreicht, und somit ließ auch das Beißen nach. Selbst an den dunklen Brücken war nichts mehr zu machen…Die Stunden vergingen und der Nachmittag neigte sich dem Ende entgegen. Wir entschieden uns daher, den Kanal zu verlassen und zurück in den See zu fahren….Die erfolgreichen Stellen der letzen Jahre wurden natürlich noch „mitgenommen“, so dass völlig unerwartet, ein heftiger Bis an einer Einmündung kam. Rebeccas Rute war ein weiteres Mal krumm und im flachen Wasser konnte ich schon früh einen großen Zander ausmachen. Der erste Kescherversuch glückte und wir hielten einen prächtigen Zander im Arm. Was für ein toller Angeltag.

Als wir auch diesen Fisch zurückgesetzt hatten, willigten Sascha und Rebecca trotzdem der Idee ein, zurück in den See zu fahren. Es war nun bereits 16:30 Uhr und wir hofften auf weniger Betrieb auf dem See. Leider war das Wetter einfach viel zu gut, so dass groß und klein entweder zum Segeln, zum Baden, zum Angeln oder zum „Bootjefahren“ unterwegs war.

Sascha und Rebecca schlugen vor, den Tag damit zu beenden. Es war 17:00 Uhr und die beiden hatten noch eine längere Autofahrt vor sich. Somit trennten sich unsere Wege und ein ereignisreicher Angeltag ging zu Ende, mit drei wesentlichen Dingen, die nicht immer zutreffen: Angler, die man gern im Boot hat, viele Bisse, zwei Ausnahmefische und super Urlaubswetter

Ja, an solche Touren erinnert man sich gern zurück,

Viele Grüße, Ralf